Das jüngste Google Core Update hat die SEO-Welt aufgerüttelt. Zahlreiche Websites verloren innerhalb weniger Tage erhebliche Rankings – andere stiegen unerwartet auf. Was steckt hinter den Änderungen und was bedeuten sie konkret für Ihre Linkbuilding-Strategie?

Was ist ein Google Core Update?

Core Updates sind umfassende Überarbeitungen von Googles Ranking-Algorithmus. Im Gegensatz zu gezielten Updates – wie dem Spam Update oder dem Helpful Content Update – wirken sie sich auf viele verschiedene Ranking-Signale gleichzeitig aus. Google rollt sie mehrmals im Jahr aus, meist über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen, mit teils erheblichen Auswirkungen auf Rankings in allen Branchen und Regionen.

Wichtig zu verstehen: Core Updates führen nicht zwingend zu einer Abstrafung. Oft werden Seiten, die zuvor zu hoch gerankt haben, auf ein realistischeres Niveau korrigiert – während Seiten mit wirklich hochwertigem Content und starkem Linkprofil aufsteigen. Es geht weniger darum, was falsch gemacht wurde, als darum, was andere besser machen.

Die wichtigsten Änderungen 2024

Das Core Update 2024 hat mehrere Schwerpunkte gesetzt. Im Vordergrund steht die stärkere Gewichtung von E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness): Google bewertet Content jetzt noch stärker danach, ob er von jemandem mit echter Erfahrung und nachweisbarem Fachwissen stammt. Rein informative Texte ohne erkennbare Expertise verlieren an Gewicht.

Gleichzeitig wurden die Spam-Richtlinien für künstlich aufgebaute Linkprofile verschärft. Die Bewertung von First-Hand-Experience-Signalen wurde intensiviert – Seiten mit dünnem Content und vielen externen Links verlieren an Boden. Besonders deutlich: Googles verbesserte Erkennung von „scaled content abuse", also massenhaft generiertem KI-Content ohne menschliche Redaktion.

E-E-A-T und die Rolle von Links

Google bewertet nicht nur die Qualität der Links, sondern den Kontext, in dem sie erscheinen. Links aus Artikeln, die von echten Experten verfasst wurden und First-Hand-Experience demonstrieren, werden stärker gewichtet. Das stärkt die Position von Gastbeiträgen auf echten, redaktionell geführten Portalen – und schwächt die Wirkung von Links aus generischen Content-Plattformen ohne klare Autorenschaft.

Was das für Linkbuilder bedeutet: Die Qualität des Umfeldes, in dem ein Link erscheint, ist genauso wichtig wie die Qualität der verlinkenden Domain. Ein Link auf einer hochwertigen Domain, eingebettet in einen schwachen KI-Artikel ohne erkennbaren Autor, hat erheblich weniger Wirkung als ein Link in einem fundierten Fachbeitrag mit klarem Autorenfeld und Expertenstatus.

"2024 hat gezeigt: Google belohnt nicht mehr nur autoritative Domains – sondern authentische Inhalte von echten Experten."

Verschärfte Spam Policies

Google hat im März 2024 neue Spam-Richtlinien eingeführt, die explizit drei neue Kategorien adressieren: „site reputation abuse" (Missbrauch des Rufs einer hochwertigen Domain durch fremde Inhalte), „expired domain abuse" (Nutzung abgelaufener Domains mit historischer Linkstärke für neue Spam-Seiten) und „scaled content abuse" (massive Produktion von automatisiertem Content mit minimalem Mehrwert).

Für Linkbuilder bedeutet das: PBNs und Linkfarmen werden noch aggressiver abgestraft als zuvor. Wer auf echte Publisher mit echtem Publikum, redaktionellen Standards und nachweisbarer Expertise setzt, ist sicher aufgestellt – und kann von den Korrekturen sogar profitieren, da Konkurrenten mit schwachen Linkprofilen abgestraft werden.

Praxis-Tipp: Überprüfen Sie Ihr Linkprofil nach jedem Core Update in der Search Console auf Ranking-Verluste. Oft lässt sich erkennen, welche Linkquellen Google abgewertet hat.

Anpassungsstrategien für Linkbuilder

Die wichtigste Konsequenz aus dem Core Update 2024 ist eine konsequente Fokussierung auf echte, redaktionelle Platzierungen bei themenrelevanten Portalen. Native-Speaker-Content statt automatisierter Texte ist dabei kein optionales Extra, sondern eine strategische Notwendigkeit. Diversifizierung der Linkquellen bleibt wichtig: keine Überabhängigkeit von einer einzigen Plattform oder Methode.

Investieren Sie außerdem in die E-E-A-T-Stärkung Ihrer eigenen Website: Autorenprofile mit nachweisbarer Expertise, Fallstudien, Interviews und Zertifikate sind Signale, die Google positiv bewertet und die gleichzeitig die Qualität eingehender Links aufwerten – weil Links auf eine inhaltlich starke Seite führen.

Fazit und Ausblick 2025

Die Richtung ist klar: Google möchte echte Expertise, echten Content und echte Verlinkungen sehen. Wer auf nachhaltige Qualität statt schnelle Tricks setzt, ist für zukünftige Updates gut aufgestellt. Der Trend geht weg von technischen Optimierungen hin zu echter, nachweisbarer Kompetenz – und das ist letztlich eine gute Nachricht für alle, die seriös arbeiten.

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